So wird Friedrichshain-Kreuzberg regiert

Bezirk bleibt in Grünen-Hand: Sitzverteilung für die neue BVV. (Grafik: Landeswahlleiterin) Bezirk bleibt in Grünen-Hand: Sitzverteilung für die neue BVV. (Grafik: Landeswahlleiterin)

Lange Schlangen vor den Wahllokalen: Die Abgeordnetenhaus- und Bezirkswahl war heiß umkämpft - auch aus Angst vor der AFD. In Friedrichshain-Kreuzberg blieben die Grünen stärkste Partei, die Linke legte triumphal zu. Die fünf wichtigsten Fakten zur Wahl 2016.

1. Das Bezirksamt bleibt Grün-Rot-Rot

Monika Herrmann (Grüne) kann Bezirksbürgermeisterin bleiben. Ihre Partei kann wie bisher auch zwei weitere Stadträte stellen, SPD und Linke jeweils einen. FDP, Piraten und Die Partei gelingt mit je zwei Abgeordneten der Einzug in die BVV. (Grafik zur Sitzverteilung siehe oben)

2. Die AFD darf nicht mitregieren

Die AFD zieht zwar mit drei Abgeordneten ins Bezirksparlament ein, erreicht jedoch glücklicherweise keinen Stadtratsposten – im Rest Berlins hat sie insgesamt Aussicht auf sieben Stadtratsämter.

3. Linke überholt SPD – die Abgeordnetenhauswahl

Die Grünen erreichten zwar bei leichtem Verlust (-1,9 %) erneut mit Abstand die meisten Abgeordnetenhaus-Stimmen (28,4 %) im Bezirk. Die großen Gewinner sind in Friedrichshain-Kreuzberg allerdings die Linken, die 10,4 % zulegen konnten (auf 23,4 %) und die damit die SPD (18,2 %) klar überholten. Die Sozialdemokraten (-5,7 %) und Piraten (-11,5 %) verloren deutlich. Die FDP legte zu (+2,9%), die AFP schaffte aus dem Stand 6,4 % – viel, aber im Vergleich zum Rest der Stadt (14,2 %) relativ wenig.

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4. Grüne Direktkandidaten triumphieren

Von den fünf Abgeordnetenhaus-Direktmandaten im Bezirk erreichten die Grünen vier (Katrin Schmidberger, Marianne Burkert-Eulitz, Turgut Altuǧ, Canan Bayram) und die Linke eines (Steffen Zillich).

5. Mehr Wähler als im Stadtschnitt

Die Wahlbeteiligung lag in Friedrichshain-Kreuzberg bei 68,5 % – und damit etwas höher als im Berliner Durchschnitt (66,9 %).

19.09.2016