Kreuzberger Umzugsunternehmer Zapf gestorben

Umzugsfirmengründer Klaus Zapf ist am Mittwoch im Alter von 62 Jahren an einem Herzinfarkt verstorben. Das teilte seine Firma Zapf Umzüge auf ihrer Website mit.

Der aus Baden-Württemberg stammende Klaus Emil Heinrich Zapf war in den siebziger Jahren nach Berlin gezogen, um dem Wehrdienst zu entgehen. Zunächst studierte er Jura, jobbte als Möbelpacker und engagierte sich in der linken Szene.

Schließlich gründete er sein Umzugsunternehmen und bewarb es als “im Besitz der Belegschaft”. Die Firma mit Sitz an der Köpenicker Straße in Kreuzberg machte ihren führerscheinlosen Gründer reich. Heute beschäftigt sie rund 600 Mitarbeiter an 14 Standorten.

Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) würdigte Zapf als “herausragenden Unternehmer und guten Botschafter der Stadt”. Der Friedrichshain-Kreuzberger Direktkandidat im Bundestag und Weggefährte Zapfs in der Außerparlamentarischen Opposition, Hans-Christian Ströbele (Grüne), bezeichnete ihn im RBB als “Umzugskönig von Deutschland”. Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann (Grüne) erinnerte an das soziale Engagement Zapfs im Bezirk.

Kreuzhainer auf Facebook besuchen und folgen

Ähnliche Artikel:

Die unendliche Geschichte der Cuvrybrache

Die Brisanz der Parkzonen in Friedrichshain

Mit Blues und Bibel gegen das DDR-Regime

Wo sich Füchse im Bezirk verstecken

Im Hansa Studio retteten sich Bowie und U2

22.08.2014